Informationen für Ärztinnen / Ärzte

Für die Durchführung der nachgehenden Untersuchungen müssen die beauftragten Ärztinnen/Ärzte berechtigt sein, die Gebietsbezeichnung „Arbeitsmedizin“ oder die Zusatz­bezeichnung „Betriebsmedizin“ zu führen. Verfügen sie selbst nicht über die erforderlichen Fachkenntnisse oder die speziellen Anerkennungen oder Ausrüstungen, so haben sie Ärztinnen/Ärzte hinzuzuziehen, die hierüber verfügen. Die Untersuchungsaufträge für nachgehende Untersuchungen werden - mit Ausnahme von Asbest - von ODIN erteilt. In erster Linie wird dabei die Ärztin/der Arzt berücksichtigt, die/der die letzte arbeitsmedizinische Vorsorgeuntersuchung durchgeführt hat, sofern sie/er die erforderliche Qualifikation besitzt und dies unter regionalen Gesichtspunkten vertretbar erscheint.

Welchem Zweck dienen die Untersuchungen?

Mit Hilfe der erprobten Früherkennungsmaßnahmen ermöglichen nachgehende Untersuchungen den Unfallversicherungsträgern, frühzeitig und lückenlos Leistungen zur Rehabilitation und Entschädigung von Berufskrankheiten zu erbringen. Sie tragen außerdem dazu bei, die Methoden der Früherkennung zu verbessern, Erkenntnisse über die Wirkung von Gefahrstoffen zu gewinnen und die Effektivität von Schutzsystemen zu prüfen und weiterzuentwickeln.

Nach welchen Kriterien finden die Untersuchungen statt?

Der Umfang der nachgehenden Untersuchungen orientiert sich an den „DGUV Grundsätzen für arbeitsmedizinische Vorsorgeuntersuchungen“. Die darin beschriebenen Untersuchungen beschränken sich üblicherweise auf Verfahren, die für eine arbeitsmedizinische Beurteilung notwendig sind. Die untersuchenden Ärztinnen/Arzte können nach pflichtgemäßem ärztlichem Ermessen darüber hinaus weiterführende Ermittlungen durchführen, wenn ihnen dies für eine abschließende arbeitsmedizinische Beurteilung notwendig erscheint. Es empfiehlt sich in diesen Fällen, den jeweiligen Unfallversicherungsträger vorher über zusätzliche Kosten zu informieren.

In welchen Abständen werden die Untersuchungen angeboten?

Die nachgehenden Untersuchungen werden von ODIN einheitlich im Abstand von zwei Jahren angeboten. Die untersuchenden Ärztinnen/Ärzte können im medizinisch begründeten Einzelfall kürzere Untersuchungsfristen vorschlagen. Bei den krebserzeugenden aromatischen Nitro- und Aminoverbindungen wurde der Untersuchungsabstand generell auf ein Jahr - bei Buchen- und Eichenholzstaub auf 18 Monate - verkürzt.

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